Foto: Michael Mahlke

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Die neue Lenslust oder es ist für alle was dabei

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Die Digitalkameras boomen. Dabei gibt es nicht nur viele neue Kameragehäuse (Bodies) sondern offenkundig auch immer mehr neue Objektive, Kameralinsen, Lenses – je nach Sprachgebrauch.

Und es entstehen neue parallele Welten.

Ich wurde zum Fan von MFT bei Panasonic Lumix und Olympus, weil die Kameragehäuse kleiner wurden und die Objektive kleiner wurden und Sucher eingebaut waren. Da ich gerne dokumentiere im sozialen Leben bis zur Streetfotografie waren und sind dies für mich gute Kameras.

Eine positive Ausnahme ist für mich die Ricoh GR II, weil sie einen APS-C Chip in ein kleines und gutes Kameragehäuse integriert. Alle diese Kameras sind zudem lautlos und deshalb für mich erste Wahl.

Cartier-Bresson wechselte in analogen Zeiten zur Leica, weil diese kleiner und leichter war als andere Kameras und so für seine Zwecke besser nutzbar war für soziale Fotografie. Mein Wechsel von der analogen Leica zur digitalen Lumix erfolgte auch aus diesen Gründen (aber setzt sich nicht zum Smartphone allein hin fort, weil Smartphones eben anders sind. Sie ergänzen aber ersetzen für mich nicht Fotografie nach meiner Art.)

Doch jetzt gibt es den gegenläufigen Trend. Wie bei Canon und Nikon werden bei Panasonic und Olympus die Bodies größer und die neuen Objektive wachsen und wachsen und wachsen. Offenbar weil es dafür einen wachsenden Markt gibt und technisch manches nicht anders machbar ist.

Auch hier gilt wahrscheinlich, daß jede Generation den Bedarf neu entdeckt und dabei alles ausprobiert.

Warum auch nicht!

Ich bin auf jeden Fall sehr froh, daß meine fotografischen und technischen Bedürfnisse mittlerweile völlig abgedeckt sind vom lautlosen Fotografieren über kleine Bodies mit kleinen Objektiven bis zu unproblematischen Fotos bei wenig Licht.

Und so kann jeder seine Lenslust auf eigene Weise ausleben und damit glücklich werden ohne daß die Bildqualität bei größeren Objektiven besser wäre als bei kleineren Modellen.

Zuma es auch auf die Art der Fotografie ankommt. Im Studio auf dem Stativ sind große Gehäuse und große Objektive noch anders nutzbar als beim Rumlaufen oder in stilleren sozialen Zusammenhängen, wo die Aufnahme weniger Reaktion auf die Sichtbarkeit des Fotoapparates als ungestelltes Leben sein soll.

 

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