Fotografische Überschwemmung

Fotografische Überschwemmung

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Um die Fotografie an sich muß man sich keine Sorgen mehr machen. Und als ich die Bilder von der Überschwemmung in Wuppertal sah, sah ich das, was ich fotografisch gerade fühlte.

„EINLADUNG ZUR ERÖFFNUNG FESTIVAL LA GACILLY-BADEN PHOTO
8. Juni 2018, 20 Uhr
Orangerie im Doblhoffpark in Baden
Eintritt frei!

Die besten Fotografen der Welt
zeigen zum Thema „I LOVE AFRICA“
faszinierende Bilderwelten in einer vier Kilometer langen Open-Air-Galerie,
in der Gartenkunst und Fotokunst verschmelzen.“

So freundlich lädt Louis Lammerhuber ein und eigentlich wäre es sehr reizvoll. Dann kam die neue Photonews 6/18 und dort wurde berichtet vom World Press Photo Festival, vom Lumix Festival in Hannover, vom f/stop Festival in Leipzig, von der Phototriennale 2018 in Hamburg, vom Fotobookfestival in Kassel, vom Fotofestival La Gacilly, von der PhotoEspanna, vom Oberstdorfer Fotogipfel, vom Fotofestival Lodz und vieles mehr.

Und Ulla Schmitz hat auf fotoinfo.de noch mehr zu bieten.

Da sind noch keine separaten Ausstellungen in Museen drin, keine spezielleren Veranstaltungen und keine Workshops. Die Photonews dokumentiert vieles nur für diesen Zeitraum allein auf sechs DIN A4 Seiten in kleiner Schrift.

Und dann sind wir noch nicht bei den Akademien, Schulen und Qualifizierungen.

Und ins Internet habe ich dann auch noch nicht geschaut.

In die Zeitschriften zur Fotografie auch noch nicht.

Und so komme ich mir bei der Beschäftigung mit Fotografie genau so überschwemmt vor wie bei einer Wasserflutwelle, nur ist es eine Fotoflutwelle, die wächst und wächst und wächst. Vor vier Jahren empfand ich es noch nicht so stark.

Die sog. Leitmesse photokina taucht dann auch noch auf, aber die Leitfunktion ist weniger geworden. Sie schwimmt eher wie ein Boot in der Bilderflut und zeigt Techniken zum Überleben darin. Vielleicht zeigt sie noch Wege, wie man sich aus den Fluten rettet aber das ist dann alles.

Ich brauche mir um die neue digitale Fotografie keine Sorgen zu machen, eher um mich selbst in diesen Bilderfluten.

Sitze ich am Rand oder bin ich Teil der Bilderflut? Atme ich sie ein als Teil der Medienkarawane und atme ich sie aus ohne bilderfrei zu sein? Kann ich bilderfrei werden? Will ich es sein?

Je mehr ich eintauche desto mehr muß ich verarbeiten und rausfiltern. Das frißt Lebenszeit und mehr.

Ich vergleiche es irgendwie mit Essen. Ich kann überall essen und überall sein aber letztlich nur an einem Ort etwas essen gehen. Und dabei koche ich dann lieber selbst.

So empfinde ich es auch beim Fotografieren.

Also bleibe ich lieber zu Hause und fotografiere selbst.

Vielen Dank für die vielen Einladungen. Ich hoffe auf ihr/euer Verständnis.

 

 

 

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