Dokufiktion – Dokumentarfotografie als gestaltete Kunst der Wirklichkeit

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Beim Fotografieren malen wir mit Licht und setzen Elemente der Wirklichkeit in einen Rahmen, um so etwas zu zeigen und festzuhalten.

Wenn ich dann noch Perspektive und Bokeh und Perspektive nutze, kann etwas völlig Neues entstehen. Das ist zwar Dokumentarfotografie aber auch darüber hinaus eine eigene Kreation.

Der langen Rede kurzer Sinn, hier sieht man, was ich meine:

Ich sah hier das Plakat mit dem Baguette. Und dann sah ich darunter die grünen Blätter direkt an der Strasse.

Ich habe dies dann zusammen fotografiert und damit sowohl dem Plakat als auch den Blättern einen Fülle von neuen Bedeutungen gegeben, weil sie jetzt zusammen gesehen und assoziiert werden.

Während das Plakat für sich allein Werbung für ein „gesundes“ Baguette macht, sind die Blätter unterhalb des Plakats auf der Strasse eigentlich nur „Unkraut“.

Aber in dieser neuen Kombination entsteht sofort etwas Neues.

Das ist für jeden anders. Da entsteht etwas beim Betrachten.

Und solch ein Foto ist viel mehr als ein rein dokumentarisches Fotos. Es ist eine gestaltete Fotografie, die vorher in meinem Kopf entstanden ist und gerade durch die dokumentierende Funktion etwas völlig Neues zeigen will.

Es geht darum beim Aufnehmen der Realität im Rahmen des Fotos eine neue Bildrealität zu erzeugen.

Es ist eine Weiterentwicklung der Streetfotografie in dem verlinkten Sinne.

 

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