Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Der Alltag der Fotografie

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Die Fotografie ist im Alltag angekommen. Sie ist heute ein Teil des digitalen Essbestecks. Gestern saß ich im Bus und neben mir unterhielten sich zwei junge Mädchen. Beide hatten ein Smartphone. Es ging darum welche der Fotos von heute, von ihrem gemeinsamen Treffen, werden online gestellt, wo werden sie online gestellt, wer darf sie sehen, was passiert, wenn sie oder sie diese Fotos sieht oder nicht und wem schicken sie eine Einladung dazu.

So wachsen junge Menschen zwischen 10 und 20 heute auf. Das ist Teil ihres Alltagslebens in dieser Gesellschaft und wesentlicher Teil ihrer Kommunikation. Sie sprechen direkt viel miteinander und integrieren als Gesprächsthema die Fotos und die Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken. Dabei unterscheiden sie schon was und wo. Aber Fotos sind für sie selbstverständlicher Teil der Kommunikation, es ist der Ersatz des Zettels und etwas mehr.

Auf zeit.de gibt es aktuell eine Serie zum Thema „Das ist Fotografie.“   Wenn man sich diese Artikel durchliest, dann ist der ehrlichste Satz wohl „Das Mysterium der Fotografie hat sich vollkommen erledigt.“

Sicherlich werden wir weiter über Fotografie schreiben und sicherlich wird es weiter vielfach Fotos als Investitionsobjekte geben und es wird noch mehr Fotowettbewerbe geben und es wird noch mehr Debatten über das Ende und die Wiederauferstehung geben.

Aber man muß auch zur Kenntnis nehmen, dass die Grossen der digitalen Branche Fakten schaffen, indem sie die verschiedenen Arten von Urheberrecht und Copyright mehr oder weniger ignorieren und die Fotos, die überall abzugreifen sind, einfach für eigene Zwecke nutzen.

Während in Deutschland der Rechtsstaat die Möglichkeit bietet, jedem, der ohne Einwilligung ein Foto auf der eigenen Webseite benutzt, juristisch beizukommen, ist eine Webseite weiter aus dem asiatischen und amerikanischen Raum die Nutzung mehr oder weniger völlig gefahrlos möglich. Da fragt man sich, wer der Dumme ist….

Fotos, die über den Moment hinauswirken, sind sehr selten, weil es auf der Welt zu viele Ereignisse und zu viele Fotos gibt und die menschlichen Aufnahmekanäle meistens verstopft sind.

So ist die Fotografie im Alltag angekommen. Sie gehört einfach dazu, aber die Fotos von gestern sind dann auch vielfach schon im digitalen Papierkorb verschwunden.

Für mich stellt sich dabei die Frage, über was man da noch schreiben kann ohne sich zu wiederholen. Wenn mir dazu etwas einfällt, wird man es hier lesen können, wenn es nicht mehr geht, wird der Blog sicherlich irgendwann eingestellt.

Text 1.1

 

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