Fotografie: Aufnahmen der Aussenwelt

Fotografie: Aufnahmen der Aussenwelt

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Du schaust in die Gesichter von Menschen; dahinter verbergen sich die Seelen von wilden Tieren – das war schon in der Antike bekannt und hat sich bis heute nicht geändert.

Die Fotografie ist das Medium, welches die Aussenwelt festhält. Die Innenwelt ist nicht zu sehen. Manchmal zeigen die Augen als Spiegel der Seele etwas. Das können Momente der großen Gefühle sein. Aber meistens ist nur die Außenwelt zu sehen.

Die Außenwelt ist aber mit der Innenwelt verbunden. Entweder soll sie

  • die Innenwelt verbergen oder
  • die Innenwelt äußerlich darstellen oder
  • einen Ausgleich zur Innenwelt schaffen

Es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten.

Je wichtiger die Aussenwelt, desto wichtiger wird die Fotografie. Das können wir gerade sehen. Mittlerweile hat fast jeder eine Kamera immer dabei und die Fotos werden mehr und mehr.

Aber damit ist auch klar, wo die Grenze der Fotografie liegt. Die Grenze ist dort, wo die Aussenwelt endet.

Wenn sie sich nur mal die Prozesse am internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anschauen, in denen die Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhandelt werden, dann bemerken sie, wie wichtig diese Tatsache ist.

Dort sitzen oft Menschen wie du und ich. Sie sehen völlig normal, brav und freundlich aus und dennoch haben sie teilweise die gemeinsten Gräuel angeordnet oder durchgeführt.

Daraus läßt sich ableiten, schließe nie von der Aussenwelt auf die Innenwelt.

Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung, Selbstbild und Fremdbild sind die Kategorien, die deshalb eine Rolle spielen. Fotos können ablenken.

Daher kann es wichtig sein, die unterschwelligen Botschaften fotografisch zu vermitteln, die in einem Kulturkreis oder bei biologischen Programmen wichtig sind.

Es geht dabei um Instinkte und deren Manipulation durch Fotografien.

So gibt es immer mehr Fotos aber ihre Reizwirkung auf unsere Instinkte hat nicht abgenommen. Reizüberflutung führt lediglich dazu, nicht mehr so viel im überfluteten Zustand wahrzunehmen.

Aber danach ist alles wieder da.

Während Texte das Kognitive, den Kopf, ansprechen, rutschen Bilder über die Augen in die Seele. So landet die Aussenwelt in der Innenwelt und wird als Innenwelt wahrgenommen. Und schon ist die Aussenwelt die Innenwelt.

Und jetzt?

Darüber kann man sicherlich länger nachdenken und deshalb höre ich hier auf, damit Sie Platz zum Nachdenken haben.

In diesem Sinne

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