Foto: Michael Mahlke

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Spar fix? – Gedanken zwischen Leica und Samsung

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Die Leica X Vario wird immer noch für knapp 2500 Euro verkauft. Vor kurzem sah ich eine Anzeige, auf der diese Kamera auch noch beworben wurde.

Neugierig geworden dachte ich mir, vergleiche diese Leica doch mal mit anderen Kameras. Dabei fiel mir die Samsung NX1000 ins Auge, die als NX1100 mit einem Galaxy Tab 3 7.0 aktuell 349 Euro kostet, ohne Tab sogar nur gut 200 Euro.

Einen guten Vergleich der technischen Daten habe ich auf digitalkamera.de gefunden.

Im Prinzip kostet die Leica 10mal mehr als die Samsung Kamera. Und die Samsung-Kamera macht gute Fotos und hat eine richtig gute Software an Bord.

Kann es sein, dass die Frage von Samsung oder Leica eher eine Frage sozialer Unterscheidungsmerkmale ist?

Technisch und fotografisch betrachtet ist mir bis heute kein Vorteil der Leica X Vario gegenüber der Samsung eingefallen.

Beide machen digitale Fotos, beide haben einen guten und großen APS-C Chip und beide haben keinen Sucher.

Aber dennoch zahlen Menschen das 10fache für die Leica. Da spielt sich also etwas im Kopf ab, was sich soziologisch nur durch soziale Kritierien erklären läßt.

Geht es um Unterscheidungsmerkmale wie bei Autos? Geht es um sozialen Status?

Das wäre wohl möglich.

Inspiriert wurde ich durch einen aktuellen Newsletter mit der Überschrift „Gönnen Sie sich eine echte Leica“.

Das ist es dann. Es ist eine Leica.

Übrigens sind alle Kamerafirmen zweisilbig.

Leic-ca, Ca-non, Ni-Kon, Sam-sung, So-ny. Bei Panasonic läuft dies alles unter Lu-mix.

So sind zumindest die Unternehmen alle nicht einsilbig.

Jetzt kommt dann die Fantasie mit Lei-con, Ni-ca, Lu-sung, Sam-lu, Kon-mix, Ny-non.

Zwei Silben haben aber auch die Wörter Spa-ren oder kauf nix.

Es kommt eben darauf an, was man will.

Aber ich möchte hier noch nicht aufhören.

Seit ein paar Tagen gibt es ein Video mit Joel Meyerowitz. Dort nutzt er die Leica X Vario – aber mit Sucher. Dabei hat er noch eine M9 um die Schulter hängen.

Der dicke Sucher auf der Leica X Vario macht die Kamera zu einem richtig sperrigen Brocken. Ohne Sucher nutzt er sie in dem Video nicht.

Schon 1981 war Meyerowitz in einem Film mit einer Leica und einem Aufstecksucher zu sehen. Insofern hat sich für ihn etwas verbessert, weil die Leica X ein festes Zoomobjektiv hat.

Daher kann ich seine persönliche Begeisterung nachvollziehen. Aber nur wenn ich von einer analogen Leica mit Aufstecksucher komme.

Als Nutzer digitaler Fotografie habe ich andere Möglichkeiten.

 

 

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