Die Künstler- und Malerkamera Nikon Coolpix P500

Die Künstler- und Malerkamera Nikon Coolpix P500

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Meine schönsten Blumenfotos sind vor einigen Jahren mit einer Nikon D200 und dem 18-200 entstanden. Eines der Fotos sehen Sie hier.

Doch diese Kombination war relativ schwer. Mit der Nikon P500 kam ein Leichtgewicht auf den Kameramarkt und ich dachte mir, na ja. Doch dann stellte sich heraus, dass es ein fotografisches Schwergewicht war.

Eines Tages nahm ich eine Nikon P500 mit und sah unterwegs eine Wiese mit Blumen. Diese Komposition gefiel mir sehr gut und ich machte einfach ein Foto mit der P500 im Modus P. Da die Kamera einen schönen Monitor in der optischen Achse hat und dieser auch mittig beweglich ist und nicht seitlich (gottseidank!), war es mir auch fotografisch ein Vergnügen. Es war ein bißchen so wie mit einer alten Mittelformatkamera, bei der man von oben draufgucken mußte.

Was soll ich sagen?

Bis heute fasziniert mich die Schönheit dieser Aufnahme. Das muß am Chip der Nikon und den dort vorhandenen Algorithmen liegen.

Aber sehen Sie selbst:

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Foto: Michael Mahlke mit der Nikon Coolpix P500

Es ist ein Foto wie gemalt.

Später folgten weitere Fotos, die ohne großartige Bearbeitung einfach nur schön wurden. Die Poesie und Ruhe, die das folgende Foto ausstrahlt, sucht ihresgleichen:

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Foto: Michael Mahlke

Natürlich sind die Fotos auch schön, weil sie richtig fotografiert wurden. Aber das allein würde nicht reichen.

Die Nikon P500 hat irgendwie einen künstlerischen Ausdruck, der sich in den Fotos zeigt, wenn man in Ruhe fotografiert.

Aber auch für Strassenfotografie, die nicht so nah dran ist, sondern etwas Distanz hält, ist die Kamera wunderbar geeignet:

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Foto: Michael Mahlke

Doch dies alles würde nicht genügen, wenn man eine Kamera benutzt, die einen 42fachen Zoom hat.

Wofür man den benutzen kann, möchte ich hier zeigen.

Es war in Tirol und die Landschaft breitete sich vor uns aus. Wir sahen einen wunderbaren See und dort am Ufer einen Fleck.

War das ein Mensch?

tirol1

Foto: Michael Mahlke

Wie gut, dass die Nikon auch zoomen kann. So löste sich das Rätsel auf:

tirol2

Foto: Michael Mahlke

Ja, die Nikon P500 ist eine besondere Kamera.

Es ist eine Künstlerkamera, die für diesen speziellen Bereich des Festhaltens von Landschaften, die auch als Gemäldelandschaften dienen könnten, ganz wunderbare digitale Bilder produziert.

Aber sie kann nicht alles so gut in meinen Augen.

Wer exakte Makrofotos liebt, der ist meiner Meinung nach mit der Panasonic FZ150 und ihrem Telemakromodus besser bedient.

Die Feinheit und Exaktheit, die dieser Modus mit sich bringt, erlaubt ungeahnte Einblicke in die Blumenwelt mit einem Leichtgewicht von Kamera und mit Abstand. Das ist zwar nicht das Thema des Artikels, aber für diesen speziellen Fall der Makrofotografie würde ich – wenn ich wählen darf – nicht die P500 sondern die FZ150 nehmen.

Aber für Fotos, die einen künstlerischen Ausdruck haben sollen trotzdem sie das Gesehene widerspiegeln, ist in meinen Augen die P500 bis heute die Kamera, die quasi das digitale Malset des Künstlers beinhaltet und im fertigen Bild zeigt.

Meiner Erfahrung nach kann man nicht alles nachträglich am Computer so gut hinbekommen wie bei einer Aufnahme. Und wenn man diesen dokumentarisch-künstlerischen Ausdruck haben will, dann würde das durch digitales Nacharbeiten nur sehr schwer möglich werden. Natürlich kann man Fotos verfremden. Aber das ist es nicht, was ich meine.

Ich hoffe, Sie sehen und spüren, worauf es mir ankommt.

So ist in meinen Augen nicht unbedingt die neuste Kamera die beste Kamera für alle Zwecke sondern oft eine spezielle Kamera besser geeignet.

One Comment

  1. Weil ich eine Brücken-Kamera mit guten „Reise-Qualitäten“

    als da sind

    geringes Gewicht

    tolle Objektiv-„Spannweite“

    erwarb ich die P 500 fast spontan, nachdem ich einen Blick durch den Zoom geworfen hatte.

    Die Raffinessen dieses herrlichen Produktes habe ich nach und nach in der Praxis kennengelernt.

    Da ich die Vorzüge des „Szenen“-Programmes nicht sofort zu schätzen wusste, habe ich es mit zunächst schwer gemacht.

    Die erste Überraschung war eine Foto-Serie während einer Tanz-Performance. Zunächst gelang mir wegen meiner Bedienungsfehler mancher Schnappschuss nicht; es war anscheinend zu dunkel.

    Zufällig geriet ich (ungewollt, ungeübt) an den Video-Knopf, und so „drehte“ ich 3 – 4 kurze Szenen. Die habe ich später schlichtweg vergessen.

    Um so überraschter war ich, als ich während der kleinen Nachbearbeitungen auf sie stieß. Ich entdeckte die Möglichkeit, aus der Video-Szene messerscharfe Schnappschüsse erzielen zu können.

    Die Kamera ist m. E. den Preis wert!

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