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Analoge und digitale Oldtimer als Symbole des Wandels

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Früher war heute.

Heute war früher?

Das wurde mir bei einem Besuch im Deutschen Fotomuseum in Leipzig klar.

Was gab es nicht alles für Kameras in analogen Zeiten.

Schon Ende des 19. Jhrdts. gab es Minikameras, die eine komplette Mechanik inklusive Spezialfilm hatten.

Was damals feinmechanische Wunderwerke waren, ist heute in digitaler Form optimiert zurückgekehrt.

Das einzig Beständige ist der Wandel. Leben heißt Veränderung.

Neue Modelle auf der Grundlage vorhandener Technik schaffen und andere Möglichkeiten oder Zugänge mit neuer Technik machen ist das, was uns heute zivilisatorisch bestimmt.

Das war mir für die Fotografie so nicht bewußt. Die vielen Modelle, die seit dem Beginn der Fotografie im Deutschen Fotomuseum zu finden sind, setzten meine eigene Lebenszeit mit Kameras und der Fotografie in ein Verhältnis zu den Jahrhunderten davor.

Man ist unterwegs, begleitet von Kameras und mit eigenen Ansprüchen an die Fotografie.

Heute ist das Fotografieren einfacher geworden und der visuelle Stift der Zeit.

Aber was heißt das?

Fotos sind wie Notizzettel, die nach ihrem Gebrauchswert genutzt und dann weggeworfen werden.

Nur weil etwas möglich ist, muß es ja nicht gemacht werden.

Nur weil ich alles fotografieren kann, muß ich nicht alles fotografieren.

Erst danach findet der bewußte Umgang mit der Fotografie und ihren Möglichkeiten statt, individuell und sozial.

So ist man mittendrin statt nur dabei.

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