Foto: Michael Mahlke

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Fotografie ist mehr – Leben ohne Follower und Facebook

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Ich kann die Welt nicht ändern. Ich kann akzeptieren ohne alles mitzumachen. Und ich kann einiges anders machen für meinen Teil der Welt. Dies gilt auch für die fotografische Seite der Existenz.

Bei Flickr war ich gerne, weil diese ein übersichtliches Menü hatten. Dann kam die Wende in diesem Jahr. Jetzt bin ich noch bei flickr aber es gefällt mir nicht mehr außer ein paar noch existierenden internationalen Gruppen.

Am meisten stört mich, dass ich nicht allein einteilen und entscheiden kann, was, wie und wo zu sehen ist. Woanders bin ich schon lange nicht mehr.

Facebook habe ich wegen der Schnüffelpraxis und fehlender Entscheidungsfreiheit über die eigenen Daten und Beiträge fast verlassen, google+ gefällt mir überhaupt nicht und instagram finde ich ebenso langweilig wie oggl als fotografischen Kommunikationsort. Andere Communities nehmen Geld für keine echte Leistung, so daß mir auch dort kein Platz für Fotografie längerfristig sinnvoll erscheint.

Ich will selbst entscheiden, was ich an Fotos wo zeige, wie präsentiere und welche Rechte ich daran besitze. Deshalb mache ich wieder – wie früher – eigene Webseiten mit eigenen Fotos. Das ist das, was ich will und was ich gut finde. Diese Webseite hier ist auf einem sozialen Netzwerk gar nicht denkbar.

Facbook bietet sogar an, die Reichweitenmessungen des Fernsehprogramms darzustellen so als ob Facebook Deutschland abbildet. Das ist absolut vermessen, denn erstens sind die, die dort drin sind nicht immer aktiv und zweitens sind viele nicht drin und drittens ist eine social media software wunderbar manipulierbar. Es spricht aus meiner Sicht alles gegen die Relevanz solcher Medien für öffentliche Zwecke. Das hatten wir übrigens im Zusammenhang mit zu Guttenberg und Facebook-Kampagnen schon einmal. Facebook ist ein Privatunternehmen, das gesammelte Daten für eigene Zwecke nutzt. Wer daraus dann auch noch politische Meinungsbildung ableitet, der ist jenseits der Demokratie angekommen.

Damit erfülle ich keines der heutigen Erfolgskriterien. Ich habe z.B. keine 15.000 Follower, obwohl dies nichts aussagt, ich schreibe weniger über populäre Themen als über inhaltlich interessante Themen (aus meiner Sicht), ich schaue oft quer und nicht geradeaus und ich mache auch nicht bei Wettbewerben mit, die wie Lotterien sind und sich nicht an fotografischen Kriterien orientieren.

Aktuell wird ja so getan als ob nur noch die Menschen zählen, die bei Facebook und google+ sind. Das ist eine mediale und öffentliche PR-Strategie, weil diese Social-Media-Software für Manipulationen gemacht ist und von Privatunternehmen auch dafür genutzt wird. Manipulation kann Werbung sein für Produkte und politische Zwecke. Aber wer denkt darüber schon nach?

Und nun zu mir hier. Obwohl ich mich diesen Medien entzogen habe,  nimmt die Zahl der Besucher ständig zu. Wenn ich die abziehe, die versuchen, meine WordPressinstallation zu knacken und wenn ich die Suchmaschinen abziehe, sind es dennoch pro Tag einige tausend echte Besucher.

Alles ohne Follower und Likes – dafür selbstbestimmt.

Hier geht es um Themen, die echt sind und Fotos, die echte – existenzielle – Fragen stellen, visualisieren und beantworten. Und um Gedanken, die dazugehören.

Wahrscheinlich wollen meine Leserinnen und Leser eben auch dies, denn sie sind ja alle freiwillig hier. Sie kommen über google und bing und nicht über facebook und google+.

Und sie finden hier, was sie dort nicht finden.

Vielleicht ist dies die Antwort.

 

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