Ebooks sind keine Bücher

Ebooks sind keine Bücher

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Gedanken zur Veränderung

Immer mehr sprechen von Ebooks. Immer mehr Bücher werden als Ebooks angeboten.

Welche Erfahrungen habe ich damit gemacht?

Ebooks reduzieren Bücher auf die Information.

  • Ästhetik,
  • Gestaltung,
  • Leseerlebnis insgesamt

bleiben dabei auf der Strecke.

Ein Ebook kann, wenn es mehr als ein reiner Text sein soll, keine Alternative zum gedruckten Buch sein.

Das mag dann funktionieren, wenn ich einen Roman habe.

Aber es funktioniert nicht, wenn ich ein gestaltetes Buch habe.

Online-Texte sind fast völlig reduziert auf die Lesefunktion. Es sind meistens Nachrichten, Anleitungen, Inhalte.

Ein Buch ist oft mehr.

Nachdem ich nun relativ viele Bücher erst gedruckt und dann als Ebook „gelesen“ habe, fiel mir die veränderte Wahrnehmung auf.

In einem Buch blättere ich und erlebe es.

In den Ebooks habe ich mal duchgeblättert und nur so gelesen wie bei Nachrichten in einer Tageszeitung.

Dann probierte ich es mit Online-Fotojournalen aus, die man im App-Store kaufen kann.

Es ist nicht dasselbe wie auf Papier.

Nur der reine Nachrichtenwert zählt und Fotos sehe ich viel schneller durch.

Vielleicht gehöre ich zu den Menschen, die einfach noch mit Büchern im Regal leben und bin daher eine aussterbende Spezies oder gehöre zu einer Minderheit.

Aber ich habe erlebt, daß Fotobücher, die ich als pdf gelesen habe, auch gar nicht das fotografische Erlebnis vermitteln konnten.

Ein Foto in einem A4 Buch ist etwas völlig anderes wie ein Foto in einer PDF-Datei, das vergrößert werden kann und schon bei 75% pixelig wird.

Mein Fazit steht fest:

Wenn es um mehr geht als reinen Text, dann ersetzen für mich Ebooks keine gebundenen Bücher.

Das gilt übrigens auch für meine Trilogie zur Straßenfotografie bzw. Streetfotografie.

Diese sind als Ebooks ausgelegt, weil sie Informationen beinhalten, die zum Handeln und Entscheiden dienen und direkt online lesbar sein sollen.

Daher ist auch der Seitenaufbau so. Sie sind nicht für den Druck gedacht sondern bewußt für Monitore bzw. Tablets konzipiert.

Ein Ebook muß also nicht schlechter sein als ein Buch. Aber ein Ebook ersetzt nur bestimmte Bücher und längst nicht alle. Viele Bücher sind durch ein Ebook nicht ersetzbar und manchmal ist ein Ebook die bessere Alternative.

Es kommt eben drauf an.

 

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