50mm in der Porträtfotografie

50mm in der Porträtfotografie

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Bisher werden für Porträts eigentlich Brennweiten ab 85mm empfohlen. Damit kann man sicherlich schön freistellen und wird dem Fokussieren auf den Kopf gerecht.

Aber zur Wahrheit gehört auch entwas anderes.

Wenn Sie sich Portraitfotos von Henri Cartier-Bresson anschauen, dann sehen Sie in der Regel 50mm Brennweite.

Und Sie sehen mehr als einen freigestellten Kopf.

Sie sehen den ganzen Menschen in seinem sozialen Umfeld zur Zeit der Aufnahme.

Ob das psychologische Porträts sind wie einige schwärmen, weiß ich nicht. Es sind aber soziale Porträts, weil sie den Menschen im sozialen Raum zeigen.

Und es sind authentische Portraits von Menschen, die bereit waren, sich so zu zeigen wie sie zum Zeitpunkt der Aufnahme real waren.

Dabei sind es nicht nur Persönlichkeiten im öffentlichen Leben, sondern auch Menschen von nebenan in ihrem kulturellen sozialen Leben.

Die Fotos erzählen immer eine Geschichte, die auch heute noch neugierig macht – zumindest mich und wohl auch eine Vielzahl anderer Betrachter.

Solche Fotos sind nur möglich, wenn man klassisch denkt und blickt – eine heute oft vergessene Fähigkeit im Zeitalter von Image und Social Networks.

Vergleichen Sie die oben verlinkten Fotos einfach mit diesen hier (es ist ein fast beliebiger Link).

Sie sehen sofort den Unterschied und verstehen, was ich meine. Die Fotos erzählen nichts und werden keinen Bestand haben.

So bewegen wir uns zwischen Image und Portrait – zwischen Photoportraits und Porträtfotografie als Imagefotografie.

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