Was ist Mobile Art?

Was ist Mobile Art?

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Ich bekam eine Pressemitteilung. Darin steht: “München, 10. April 2013 – Immer mehr internationale Künstler nutzen Smartphones und Tablets als kreatives Ausdrucksmittel. Aus dieser Entwicklung heraus ist in den USA die neue Kunstrichtung “Mobile Art” entstanden, der sich auch europäische Künstler anschließen. Um ihnen die derzeit noch fehlende Plattform zu bieten, haben sich das Fotokunstportal seen.by, die Vernissage Mediengruppe und der dpunkt.verlag zusammengeschlossen und Mobile Art Europe (MAE) gegründet.

Ab sofort stellt Mobile Art Europe von einer Fachjury ausgewählte Kunstwerke aus, bei deren Entstehung Tablets oder Smartphones verwendet wurden. Die prämierten Werke stehen online unter www.mobile-art-europe.com und werden in den Printtiteln der beteiligten Verlage sowie auf Ausstellungen und Messen präsentiert.

Zugelassene Künstler können ihre Werke auf der Webseite von MAE auch zum Verkauf anbieten und erhalten hundert Prozent des Erlöses. Hochwertige Drucke der MAE-Kunstwerke in verschiedenen Ausführungen garantiert das Fotolabor von seen.by.

Die drei Initiatoren von Mobile Art Europe möchten mit ihrem Engagement die noch junge Mobile-Art-Szene fördern und begleiten die Künstler publizistisch sowie auf Künstlermessen und Workshops. Dabei profitieren die Kunstschaffenden von den breiten Netzwerken der Initiatoren, die bereits von über 4000 Fotografen und über 5000 bildenden Künstlern aus ganz Europa regelmäßig genutzt werden.”

Soweit die Information aus der Pressemitteilung.

Heute – 10. April – ist Neumond im Widder, also astrologisch der richtige Tag für einen Neubeginn.

So hatten die Initiatoren sicherlich schon für das Timing die richtige Beratung.

Das machte mich neugierig und schon bald entdeckte ich ein neues Geschäftsmodell und viele Fragen.

Die erste Frage ist natürlich, was ist Mobile Art?

Nach dem Text sind dies bearbeitete Fotos von Handys und Tablets.

Aber:

  • Ist nicht jede Kamera mobil, wenn sie mitgenommen werden kann?
  • Und was ist mit all den neuen Kameras, die schon mit WiFi ausgestattet sind oder sogar die Betriebssysteme der Handys schon integriert haben?
  • Und was, wenn ich mit einer DSLR fotografiert habe und dies hinterher auf dem Tablet bearbeite?

Doch für mich viel interessanter ist das dahinter stehende Geschäftsmodell. Da kann man was von lernen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann geht das so:

Man kann sich bewerben, um auf die Webseite mit seinen Fotos zu kommen. Es ist nicht klar, welche Kriterien entscheidend sind, also fehlt die Transparenz.

Wenn man drauf kommt, muß man zunächst einmal 250 Euro bezahlen und dann pro Monat 30 Euro. Dann muß man, wenn man bei Ausstellungen mitmachen will, alles entsprechend ausgedruckt liefern, also noch mehr Geld ausgeben.

Die Werke werden dann online auf der Plattform angeboten und z.T. in den eigenen Medien der Beteiligten beworben (mit Werbung drumherum?).

Also liefern die Künstlerinnen und Künstler damit die Inhalte (kostenlos?) für die anderen Medien der Beteiligten. Das wäre dann so, dass

  • die Künstler ihre Fotos kostenlos zur Verfügung stellen,
  • für das Veröffentlichen auf der Webseite bezahlen,
  • für das Drucken und Rahmen bezahlen
  • ?

Es ist also astrologisch und finanziell ein klug angelegtes Geschäftsmodell, bei dem erst mal alle verdienen ausser den Mobile Art Künstlerinnen und Künstlern.

Wenn Sie also dort mitmachen wollen, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Sie finden die Seite hier.

Aber um den Begriff noch etwas zu strapazieren, möchte ich noch auf ein paar Dinge hinweisen.

Mobileart.com mit der Überschrift “Phonify” ist eine Seite zum Bezahlen im Internet. Wenn man auf la-maf.com = Los Angeles Mobile Arts Festival 2012 klickt und dort auf Gallerie, dann landet man bei Iphoneart.com mit zigtausenden von Mobile Art Fotos.

Die Mobile Art Association ist eine Assoziation (Vereinigung) für “visual arts”.

Im Skulpturenpark Köln versteht man unter Mobile Art einen Führer auf dem Handy, wenn man durch den Park läuft.

So ist der Begriff wohl eher faszinierend flexibel und austauschbar und jeder kann damit machen, was er/sie will. Im Grunde sind heute fast alle Fotos Filterfotos. Über fast jedes Foto werden digitale Filter gelegt und dann wird das Foto veröffentlicht. So gesehen ist Mobile Art eine Untermenge der Filterfotos.

Filterfotos können mit analogen und digitalen Gerätern produziert werden und sind nicht beschränkt auf Handys und Tablets. Dieser Filtermix ist das faszinierend einfach Schöne.

Viel Spass beim Filtern!

 

 

 

 

 

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