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06/01/201406/01/2014

Digitale Oldtimer oder der Charakter eines Fotoapparates ist wie der Charakter eines Menschen

Charaktereigenschaften

Der Charakter eines Menschen besteht aus seinen Eigenheiten. Es sind seine persönlichen Eigenschaften, die ihn von anderen Menschen unterscheiden. Es ist eben nicht der Mensch ohne Eigenschaften sondern der Mensch mit Eigenschaften, der so seinen Charakter zeigt.

Das ist auch der Grund warum ich alte Digitalkameras liebe.

Wobei „alt“ hier zehn Jahre meint.

Von analog zu digital

Wir erleben gerade eine neue Zeit, auch in der Fotografie. Wir erlebten den Wechsel von der analogen Fotografie zur digitalen Fotografie und wir erlebten die technischen Versuche einiger Unternehmen, diese neue Technik umzusetzen.

Daraus entstanden Kameras mit verschiedenen Sensoren und Optiken. Die meisten davon haben einen sehr eigenen Charakter und erzeugen sehr eigene Fotos.

Heute wird ja vielfach nur noch die Fotoqualität anhand von Pixelschärfe gemessen.

Das wird aber aus meiner Sicht weder dem menschlichen Auge noch dem Charakter möglicher Fotos gedruckt oder digital gerecht.

Es kommt eben darauf an, wie ich etwas sehe.

Reichen 400 oder 12800 ISO?

Wenn ich mir die Ricoh GX200 und die Nikon P6000 anschaue, dann sind dies Kameras, die bis ISO 400 auch heute jederzeit für gute Fotos brauchbar sind. In analogen Zeiten waren ISO 400 Filme schon sehr empfindliche Filme und man brauchte eigentlich kaum mehr.

Und heute?

Heute erlebe ich öfter, dass mindestens ISO 1600 oder sogar 12800 so aussehen soll wie ISO 100. Damit man bei schlechtem Licht aufnehmen kann. Das ist aber keine Aufnahme der von meinem Auge wahrgenommenen Realität mehr sondern es ist eine Art Nachtsicht mit digitalen Mitteln.

Das kann man wollen.

Man kann aber auch sagen, es macht mir Spaß die Dinge so zu fotografieren wie ich sie sehe.

Dann wird aus einer Kamera ein gestaltendes Arbeitsinstrument.

Welcher Pinsel passt?

Und dann sind wir bei der Frage, welcher Pinsel ist für mich am besten geeignet?

So kommen wir dann bei dem Denken an, welches den alten Digitalkameras einen Platz für fotografischen Genuss einräumt und dies wohl begründet.

Denn beim Fotografieren geht es heute bei den meisten Menschen nicht ums Geldverdienen sondern eher um das Mitteilen durch visuelle Botschaften.

Und dafür gibt es dann die fotografische Produktionsmaschine Smartphone, die das am schnellsten und besten kann.

Hier fängt der Spaß an

Der Spaß an der Fotografie fängt doch eigentlich erst danach an, wenn ich mich dem „Spielzeug“ zuwenden kann, das nicht nur funktioniert sondern mir die Möglichkeit gibt, meine eigene Individualität damit fotografisch auszuleben.

Das ist es, um das es beim Benutzen der digitalen Oldtimer klein und groß geht.

Und das ist viel.

 

 

 

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„Kunst ist jedoch dann radikal mehr, wenn sie zum eigenen künstlerischen Handeln führt. Wenn sie uns erkennen läßt, dass wir selbst die künstlerischen Akteure sind. Die Kraft und das Potenzial der Kunst stecken in jeder menschlichen Handlung, in jedem Gegenstand, den wir uns erwählen – fernab politischer, religiöser oder sonstiger Bevormundung. Die Kunst hat eine ungeahnt große befreiende Kraft, weil sie unsere besten Energien ans Licht befördert.“

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„… dass die Kunst auch eine Aufgabe hat, indem sie den Teil der Wirklichkeit beschreibt, den wir am liebsten verdrängen wollen.“

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Friedrich Dürrenmatt

„Die Mutter der nützlichen Künste ist die Noth; die der schönen der Ueberfluß. Zum Vater haben jene den Verstand, diese das Genie, welches selbst eine Art Ueberfluß ist, nämlich der der Erkenntnißkraft über das zum Dienste des Willens erforderliche Maaß.“

Arthur Schopenhauer

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