Sucherfotografie im 21. Jhrdt.

Sucherfotografie im 21. Jhrdt.

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Optische Aufstecksucher – die letzten ihrer Art schrieb ich einmal.

Das ist schon länger her.

Damals wollten fast alle alles nur noch über Monitore lösen.

Aber die Sonne war stärker und zeigte sehr schnell die Grenzen.

Hinzu kam das Problem des unauffälligen Fotografierens.

Das geht nämlich nicht bei hell leuchtenden Monitoren.

  • Die optischen Sucher in DSLRs sind alle noch da, aber die Kameras entsprechen oft nicht dem Formfaktor, der gewünscht wird.
  • Der Messsucher der Leica M ist bis heute sehr schön. Aber die Kamera ist fast unerschwinglich und macht auch nur digitale Fotos.
  • Die Innovation kam von Fuji. Fuji wurde zum Pionier und holte den Sucher zurück in die klassische Kameraform mit der X100 .

Ein neuer großer Sucher für optisches und digitales Fotografieren.

Dieser Sucher wird wohl auf Jahrzehnte ein fotografisch nutzbares Instrument für gute Fotos bleiben.

Und bei den Kompaktkameras?

Damals gab es aber bei den kleineren Kameras nur noch bei Canon in der G-Serie und in der A-Serie optische Minisucher für kompakte Kameras.

Nach dem Erfolg mit der X100 traute sich Fuji auch an die Kompaktkameras und entwickelte mit der X10 wiederum einen größeren optischen Sucher, dieses Mal für Kompaktkameras.

Während damit für viele, die einfach fotografieren wollen, das Gute zu einem guten Ende kam, hatten andere auf der Suche nach noch mehr Neuem natürlich daran etwas auszusetzen, weil Infos im Sucher nicht angezeigt wurden.

Und so entwickelte Fuji den Sucher weiter mit Einblendungen in der X20. Auf der Photokina 2014 wurde dann die X30 gezeigt. Diese hat nun einen elektronischer Sucher.

Damit ersetzt Fuji nun auch zunehmend die optischen Sucher durch die elektronischen Sucher.

Somit kann ich nun schreiben optische Sucher – die letzten ihrer Art.

Es gibt mittlerweile elektronische Aufstecksucher und es gibt nun zunehmend elektronische Sucher.

Die kommen nun in kleine Kompaktkameras. Die Panasonic LF1 hatte den ersten. Der ist aber fast nicht zu gebrauchen in meinen Augen. Doch nun kommt Abhilfe.

Auf der Photokina zeigten immer mehr Hersteller immer mehr kleinere Kameras mit elektronischem Sucher.

Entscheidende Kriterien für elektronische Sucher sind die Auflösung des Sucherdisplays und die Größe des Suchers.

Wenn die Kameras auf dem Markt sind, wird es interessant sein, die Nutzung der Sucher und die Erfahrungen damit zu diskutieren.

Darauf bin ich neugierig und gespannt.

Wer nicht solange warten will, der kann ganz entspannt mit einer Kamera unterwegs sein, die einen optischen Sucher hat.

Und ich persönlich habe die meditative Wirkung und die fotografische Intensität beim Blicken bisher nur bei optischen Suchern festgestellt, die möglichst wenig zusätzliche Infos anzeigen, die auf mich eher ablenkend wirken.

Dazu empfehle ich noch ein PDF-Magazin, das dies alles noch einmal deutlich macht.

Es gibt aber noch mehr.

Sucherfotografie ist Fotografie aus Augenhöhe.

Damit erhalten die Fotos eine andere Anmutung wie aus einer anderen Perspektive.

Man könnte lange darüber nachdenken, ob die Fotografie aus Augenhöhe auch zu einer Fotografie auf Augenhöhe führt mit Respekt für die Motive.

Nun könnte man ja einwenden, daß man den Monitor auch in Augenhöhe hält. Das stimmt auch.

Aber der Monitor ist weiter weg vom Auge.

Sucherfotografie verdichtet.

Dies bedeutet die Wahrnehmung ohne Ablenkung und das tiefere Wahrnehmen mit allen Sinnen und Konzentration auf das Gesehene findet über den Sucher statt.

Der Sucher führt zur gesteigerten Wahrnehmung.

Insofern ist es eine völlig andere Art des Fotografierens.

Viel Spaß!

Text 1.1

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