Die „Volkskameras“ von Aldi und Medion und die Canon Powershot

Die „Volkskameras“ von Aldi und Medion und die Canon Powershot

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Mein Lebensumfeld ist vielfach von Menschen ab 50 geprägt. Viele davon verreisen. Und in der letzten Zeit fragten mich immer mehr um Rat. Die meisten hatten eine ältere 5 Megapixel Digitalkamera von Aldi der Marke Medion.

Die Kameras halten bis heute und sind griffig und einfach zu bedienen. Die meisten haben die Fotos noch auf den SD-Karten gespeichert und zeigen ihre Fotos dann auf dem kleinen Monitor der Kamera.

Doch auch diese Kameras kommen nach ca. sechs bis zehn Jahren so langsam in die Jahre. Und immer öfter kommt auch die Frage auf, warum denn das Bild verwackelt ist.

Erst empfahl ich die modernsten Handys – besser Smartphones – mit Wischeffekt und Kamera. Aber das wollten die meisten nicht mit grob gesagt folgenden Argumenten:

  • weil sie keinen Computer hatten oder den nicht so oft benutzten,
  • das Handy viel zu umständlich war aus ihrer Sicht und
  • die Preise für die Handys bzw. die monatlichen Raten für eine Smartphone-Flat in keinem Verhältnis zum Gebrauchswert stehen.

Dabei gab es drei Bereiche, die ich mit drei Fragen umreissen will:

1. Warum soll ich mir eine Kamera als Smartphone kaufen für 500 Euro, wenn ich bei Aldi eine Kamera für 50 bis 80 Euro erhalte?
2. Wieso soll ich auf so einem kleinen Gerät im Internet surfen?
3. Wieso soll ich so viel Geld für eine monatliche Flatrate ausgeben, wenn ich doch nur gelegentlich mal telefoniere oder fotografiere?

Es handelt sich eben um ältere Menschen, die Fähigkeiten haben, die viele jüngere Menschen nicht kennen, u.a können sie noch rechnen (ich bitte die Pauschalisierung zu entschuldigen, aber es geht hier um ein sichtbares Phänomen, das natürlich differenziert zu sehen ist).

Formelhaft formuliert: Die meisten jungen Menschen können sich ihre Lebenszeit ohne Handy bei uns nicht vorstellen und die meisten älteren Menschen können sich ihre Lebenszeit nur mit Handy kaum vorstellen.

Warum auch, wenn man lieber direkt miteinander spricht und im Internet lieber bequem und groß surft.

Nun denn, wozu hat dies bei mir geführt?

Wenn ich zusammenfasse, was diese Menschen ab ca. 50 lieber wollten, dann war dies folgendes:

1. auf einem grösseren Monitor auf der Digitalkamera die Fotos zeigen
2. eine Kamera einfach bedienen zu können (das ist auch Haptik und Anordnung der Knöpfe)
3. bei bewegten Motiven auch die Möglichkeit zu haben, diese festzuhalten

So probierte ich eine Reihe von Kameras durch Verleihen und Empfehlen quasi gemeinsam aus. Ich sammelte folgende Erfahrungen:

  • Die Ricoh CX Serie hat sicherlich einen der besten Kameramonitore. Also überliess ich diese Kamera zum Test. Im Ergebnis war aber die Bedienung irgendwie nicht so klar. Der Joystick war nicht jedermanns Sache.
  • Die Canon IXUS-Serie und die Gegenstücle von Nikon, Samsung, Fuji etc.  waren offenbar nicht griffig genug.
  • Es gab das Problem der Automatik: sich bewegende Motive waren oft verwackelt, weil die Automatik und der P-Modus lieber länger belichten statt die ISO hochzusetzen.
  • Doch dann machte ich eine Entdeckung. Die Powershot SX 130IS und die Powershot SX 150IS wurden ohne Jammerei und viele Nachfragen akzeptiert. Ich musste nur bei P/TV/AV/M das TV erklären und sagte, dass mindestens eine 1/125 eingestellt werden muss. Ansonsten wurde fast immer mit Herz fotografiert und die Bilder wurden schön – und weniger verwackelt.

 

Nun wird die Powershot SX150 IS gerade verschiedentlich neu für ca. 120 Euro verkauft. Das ist etwas teurer als die Kameras früher bei Aldi waren, aber ich kann jedem empfehlen, der einfach so fotografieren will, da doch einmal einen Blick drauf zu werfen.

Natürlich kann ich in diesem Artikel nur meine persönlichen Erfahrungen weitergeben. Aber wenn Sie ihnen helfen, dann hat sich das Lesen gelohnt.

 

In diesem Sinne

Text Version 1.0

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